Punktfixation: ein Fleck an der Wand, bis er langweilig wird
Ein Nagel in der Wand. Die Augen bleiben. Nach einer Minute ist der Nagel uninteressant. Genau dort darf der Satz kommen.
Punktfixation heißt: ein Ort für den Blick, bis die Aufmerksamkeit enger wird. Nachbar von Taschenuhr, Pendel und Spirale. Der Nagel ist billiger.
Fixation ist ein Ort für die Augen. Sie hypnotisiert nicht. Sie heilt nichts.
Was der Punkt tut
Er hält den Blick, bis Lid und Atem langsamer werden. Dann darf die Stimme führen. Siehe Induktion.
Zu hoch: der Nacken arbeitet. Zu nah: Schielen. Etwas über Augenhöhe, eine Armlänge, reicht oft.
Der Punkt darf langweilig sein. Glitzer und Apps sind Fernsehen.
Wann du aufhörst
Wenn jemand kämpft, die Augen offen zu halten. Dann Lidschluss anbieten, nicht siegen.
Wenn es zur Prüfung wird: „starr, oder du bist nicht hypnotisierbar.“ Siehe nicht hypnotisierbar.
Kopfschmerz, Tränen, Gelb. Wegschauen. Wasser.
Was du setzen darfst
Einen stillen Fleck. Einen Satz, der schon bestellt ist. Ausstieg.
Kein Punkt gegen Schmerz, Angst, Trauma.
Handy-Display als Punkt: meist zu hell. Siehe Analogwecker.
Was ich nicht mittrage
Mesmer-Theater. Der Nagel braucht kein Cape.
Fixation als Beweis. Manche Stunden sitzen ohne Starre.
Kein Heilversprechen. Kein „der Blick programmiert dich“.
Häufige Fragen
Brauche ich eine Uhr oder ein Pendel? Nein. Ein Fleck reicht. Die Gegenstände sind Geschmack.
Müssen die Augen offen bleiben? Nein. Sobald sie schwer sind, dürfen sie zu. Der Punkt war der Anfang, nicht die Pflicht.
Geht ein Punkt auf dem Handy? Es leuchtet und holt den Feed. Eine Wand ist stiller.
Ist das Therapie? Nein.
Der Nagel darf langweilig bleiben
Dann hat der Satz Platz.
Die Bücher, wenn jemand spricht. Der Fleck, wenn die Augen einen Ort brauchen.

Achtzehn vollständige Abläufe zum Vorlesen — von der ersten Absprache bis zur Ausleitung.

Sprache, Timing, Lesen des Gegenübers — in der Reihenfolge, in der man es lernt.

Wenn die Nacht der Raum ist: Skripte, die wach bleiben, statt wegzudösen.